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edelhelfer/EuropeActive European Health & Fitness Market

edelhelfer/EuropeActive-Studie zum 31.12.2013 

Der fitnesstreibende Anteil der Bevölkerung in Europäischen Ländern steigt; mittlerweile haben bereits 46 Millionen Menschen eine Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio. Die größten europäischen Betreiber von Fitnessclubs wachsen weiterhin und werden in ihrer Expansion oftmals von Finanzinvestoren unterstützt. Auch die Hersteller von Fitnessgeräten setzen ihre positive Entwicklung der jüngeren Vergangenheit fort. Diese und weitere Erkenntnisse sind Ergebnis der aktuellen Studie zu den Trends und Treibern der Gesundheits- und Fitnessbranche in Europa ("European Health and Fitness Market"), welche der europäische Fitnessverband EuropeActive (vormals EHFA) Anfang Mai veröffentlicht hat.

Ende 2013 vereinten die 20 führenden Fitnessanbieter bereits 7,8 Millionen Mitglieder und damit etwa 17 % aller Mitglieder in Europa. Ihre Entwicklung wird insbesondere von Discount-Anbietern wie Basic-Fit, Fit For Free und Pure Gym vorangetrieben, welche mit ihrem Konzept erschwinglicher Fitnessangebote national sowie international wachsen. Der erfolgreichste Vertreter des Discount-Segments ist auch auf dem gesamten Fitnessmarkt führend: 1,2 Millionen Mitglieder trainieren mittlerweile in den rund 200 Anlagen des deutschen Betreibers McFit und zahlen für ihre Mitgliedschaft nur 19,90 EUR pro Monat. Nach der Eröffnung der ersten Clubs in Italien und Polen Anfang 2014 ist zu erwarten, dass das Unternehmen wieder stärker wächst, nachdem das Wachstum zuletzt aufgrund der Expansionsvorbereitungen schwächer als in den Vorjahren ausgefallen war.

In Bezug auf die erwirtschafteten Umsätze stehen jedoch andere Betreiber an der Spitze der Rangliste: Virgin Active ist der europäische Marktführer. Der Anbieter betreibt Clubs im Vereinigten Königreich, Italien, Spanien sowie Portugal und generiert Umsätze in Hohe von 532 Mio. EUR. Den zweiten Platz beansprucht David Lloyd Leisure (398 Mio. EUR) für sich, dicht gefolgt von der Leisure Group Europe (388 Mio. EUR). McFit erreicht jedoch auch in dieser Wertung bereits den vierten Rang mit Umsätzen in Höhe von 289 Mio. EUR. Die zehn führenden Fitnessbetreiber erwirtschafteten in 2013 zusammen Umsätze von 2,8 Mrd. EUR und Anbieter benötigten einen Umsatz von mindestens 150 Mio. EUR, um noch unter die ersten zehn zu gelangen.

"Ausgehend von den aktuellen Entwicklungen ist es wahrscheinlich, dass die Gesamtumsätze der Top 10 die Drei-Milliarden-Marke schon in 2014 überschreiten und Discount-Anbieter ihren Anteil an den führenden Fitnessunternehmen ausbauen können, insbesondere mit der weiteren Hilfe von Investoren", prognostiziert Niels Gronau, Autor der Studie. Eines der jüngsten Beispiele, aber bei weitem nicht das einzige, für das anhaltende Interesse von Finanzinvestoren an der Fitnessindustrie im Allgemeinen und dem Discount-Segment im Speziellen ist die Übernahme eines Anteils von 55 % an Basic-Fit durch die 3i Gruppe. Insgesamt gab es seit 2011 etwa 30 wesentliche Transaktionen, an denen Fitnessbetreiber beteiligt waren.

Von der positiven Entwicklung der Betreiber konnten in den vergangenen Jahren auch die Hersteller von Fitnessgeräten profitieren. Nachdem deren aggregierten Umsätze im Rahmen der Weltwirtschaftskrise in den Jahren 2007 bis 2009 um bis zu 15 % pro Jahr eingebrochen waren, konnten sie sich in der Folge wieder erholen und übertrafen das Vorkrisenniveau. Weltweit größter Anbieter im Bereich der gewerblichen Fitnessgeräte ist das amerikanische Unternehmen LifeFitness mit Umsätzen von 520 Mio. EUR im Jahr 2013, gefolgt von dem italienischen Produzenten Technogym mit über 420 Mio. EUR. Die sieben international größten Hersteller zusammen haben dabei einen Marktanteil von rund 50 %.

Die positive Entwicklung auf Seiten der größten Betreiber und Hersteller wird auch von der Mehrheit der nationalen europäischen Fitnessmärkte insgesamt widergespiegelt. "Die Türkei und Polen sind die am schnellsten wachsenden Märkte mit Wachstumsraten von mehr als 20 %. Beide Länder sind jedoch noch relativ neu auf der Fitness-Landkarte und bieten mit einem Anteil der Fitnessstudiomitglieder an der Gesamtbevölkerung von 6,4 % in Polen bzw. nur 2,2 % in der Türkei auch noch weiteres Wachstumspotenzial," erläutert Gregor Titze, Mit-Autor der Studie. Zum Vergleich: Die Marktdurchdringung oder auch Penetrationsrate an Fitnessstudiomitgliedschaften beträgt in Schweden 16,1 % und in den Niederlanden 16,2 %.

Länderübergreifend scheinen dabei die folgenden Faktoren wesentliche Treiber für steigende Mitgliederzahlen zu sein: Die grundlegende Tendenz wachsenden Gesundheitsbewusstseins, die Diversifizierung des Angebotes in reiferen Märkten und die Entwicklung von Fitness zu einem Bestandteil der Lebensgewohnheiten der Menschen in jüngeren Märkten.

"Ende 2013 trainierten insgesamt 46 Millionen Mitglieder in einem der 46.500 Fitnessclubs in Europa. Wir sind zuversichtlich, dass diese Zahl in Zukunft weiter zunehmen wird", sagt EuropeActive-Vorstandsmitglied Herman Rutgers. "Mit unserem 'Plan for Growth', der im Rahmen des ersten European Health and Fitness Forum im Vorfeld der FIBO in Köln vorgestellt wurde, haben wir es uns bis 2025 zum Ziel gesetzt in Europa 80 Millionen Mitglieder zu erreichen."

Die Studie "European Health & Fitness Market - as of 31.12.2013" ist am 01. Mai 2014 in englischer Sprache erschienen und kann zum Preis von 195,- EUR (inkl. MwSt) hier bestellt werden.

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