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Marktanalyse – Fitness in der Schweiz

edelhelfer-Studie Ausgabe 2014

Bereits 1,1 Mio. Menschen trainieren in den rund 1.150 Fitnessanlagen in der Schweiz. Damit sind 13,6 % aller Schweizer in einem Fitnessstudio angemeldet und in einzelnen Kantonen liegt dieser Wert sogar bei mehr als 20 %. Wesentlichen Anteil daran haben Kettenanbieter wie die Migros, aber auch Let's Go oder Silhouette, die zusammengenommen bereits mehr als die Hälfte der Mitglieder stellen. Dies sind zentrale Ergebnisse einer neuen Studie des Beratungshauses edelhelfer, das regelmäßig den Sport- und Fitnessmarkt analysiert.

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Der detaillierten Untersuchung zur Folge verfügt die Schweiz über insgesamt 1.147 Fitnessanlagen. Das Angebotsspektrum reicht dabei von wenigen hundert Quadratmeter „kleinen“ spezialisierten Einrichtungen, wie dem auf Pole Fitness fokussierten „Loft 1“-Anlagen, bis zu den mehrere tausend Quadratmeter großen Anlagen mit umfassendem Angebot, wie das der „Fitnessparks“ der Migros. „Diese Angebotsvielfalt trägt entscheidend zum Wachstum des Fitnessmarktes bei“, ist sich Gregor Titze, Leiter der Marktforschung bei den edelhelfern sicher. „Von den günstigen Budgetanbietern zu den High-End Wellnesseinrichtungen, von den fokussierten Nischen- zu den vielseitigen All-Inclusive-Angeboten ist heutzutage für jeden etwas dabei.“

So trainieren den aktuellen Berechnungen zur Folge, in der Schweiz heute zusammengenommen schon 1,1 Mio. Menschen oder 13,6 % der Bevölkerung in Fitnessanlagen und setzen dabei etwa 1,07 Mrd. CHF um. Mit dieser Marktdurchdringung liegt die Schweiz zwar noch hinter den europaweit führenden Ländern Niederlande (16,2 %) und Schweden (16,1 %), ist aber auch deutlich „fitter“ als beispielsweise Deutschland, wo „nur“ 11,2 % der Deutschen Mitglied in einem Fitnessstudio sind. Im Vergleich zum „Mutterland“ der Fitnessbewegung der USA, wo die landesweite Penetrationsrate über 20 % liegt, scheint auch der Schweizer Markt noch Entwicklungspotential aufzuweisen.

Ein deutlich differenzierteres Bild ergibt sich bei der Betrachtung auf Kantonsebene. So erreicht der städtisch geprägte Kanton Basel-Stadt mit einem Wert von bereits 23 % die höchste Durchdringung der Schweiz. Andere Kantone wie beispielsweise Zürich (17 %), Bern (16 %) oder Graubünden (11 %) liegen deutlich unter diesem Spitzenwert. 

Einen wesentlichen Anteil an der wachsenden Zahl der Fitnessstudiomitglieder haben Anbieter mit mehr als einem Standort. Diese machen mit rund 475 Betriebsstätten bereits 41% des Gesamtmarktes aus und stellen mit 54 % sogar die Mehrheit der Mitglieder. Der mit Abstand größte Anbieter ist dabei die Migros. In den insgesamt 68 Anlagen, die neben den Fitnessparks auch Konzepte wie Flower Power, Activ Fitness, ONE-Training oder M-Fit umfassen, trainierten Ende 2014 über 165.000 Menschen.

An dem mit 29 Anlagen ausschließlich in der Romandie vertretenen zweitplatzierten Let's go hat sich im vergangenen Jahr der deutsche Finanzinvestor Afinum beteiligt. „Nach dem Einstieg des französischen Anbieters Club Med Gym bei Silhouette in 2011, der mit 20 Anlagen den dritten Platz belegt, ist dies bereits die zweite ausländische Beteiligung an einem der führenden Schweizer Fitnessanbieter,“ kommentiert edelhelfer Geschäftsführer Niels Gronau. Andererseits hatte sich die Migros Zürich Anfang 2014 ihrerseits an dem deutschen Fitnessunternehmen Inline beteiligt und ist mit der Marke „elements“ auch auf dem deutschen Markt aktiv.

Dass der Schweizer Fitnessmarkt jedoch auch für Schweizer Investoren attraktiv ist, belegt die jüngste Transaktion, bei der eine durch die Verium AG vertretene Investorengruppe in den im Großraum Zürich aktiven Budget-Anbieter basefit.ch investiert hat. Und auch beim Blick nach vorne rechneten rund 70 % aller befragten Anbieter mit einem weiteren Wachstum, welches durch die aktuellen Neueröffnungen sowie kommunizierten Expansionspläne bestätigt wird.